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Mittwoch, 1. Juni 2011

Die kleine Welt des Gymnasium Salzhausens

Ganz idyllisch liegt das Gymnasium Salzhausen in der Lüneburger Heide. Alle leben hier in ihrer eigenen kleinen Welt. Kein Ort, um internationale Kontakte aufzubauen, könnte man meinen…

Eine Schülerin aus der fünften Klasse steigt, wie jeden Morgen, aus dem Schulbus. Der dämmerige Himmel spiegelt sich in den großen Fenstern der Mensa wider. An den Fahrradständern vorbei, biegt sie rechts ab zwischen Hauptgebäude und Anbau. Durch die gelben Türen des Haupteingangs und kurz einen Blick auf den Vertretungsplan werfen. Ein ganz normaler Start in den Schultag eben.

Doch was waren das für Stimmen? An dem meist eher müden Gemurmel der Schüler, die ebenfalls in ihre Klassen trotten, ist irgendetwas anders. Kann man das verstehen? Ist das überhaupt Deutsch?

Naturellement, Non! Auf diese Weise kann man zum Beispiel die Franzosen kennenlernen, die jedes Jahr aus Romainville bei Paris zu uns nach Salzhausen kommen. Unsere Schule ist nämlich keineswegs in ihre eigene Welt vertieft, sondern heißt jedes Jahr mehrere internationale Gäste willkommen. Einige von ihnen bleiben lediglich ein paar Wochen, doch manche haben sich dazu entschieden, ein gesamtes Jahr an unserer Schule zu verbringen.

Yusuke (17) und Jingyi (17)
Einer von ihnen ist Yusuke (gespr. Juske) Hashimoto aus dem zehnten Jahrgang. Wie der Name schon andeutet, kommt er aus Japan und ist einer der Austauschschüler an unserer Schule. Bis jetzt bewertet er sein Jahr in Deutschland als „sehr gut“, auch wenn er japanisches Essen vermisst. Immerhin seien Bratkartoffeln und Würste auch nicht schlecht. Deutsch zu lernen war allerdings etwas schwieriger. Letzten Sommer musste er sich bei einem Camp von seiner Austauschorganisation YFU, ohne irgendwelche Vorkenntnisse, an die Sprache heranarbeiten. Jedoch lerne man die Sprache am besten, wenn man sie benutzt.

Eine weitere Austauschschülerin ist Jingyi Sun (17) aus China. Sie kam im August letzten Jahres in Deutschland an und sprach kein Wort Deutsch. Seit August ist sie aber schon sehr weit herumgekommen. Berlin, Bochum, München und ganz zu schweigen von Salzhausen sind nur einige der Städte, in denen sie unterwegs war. Zwar vermisst auch sie das Essen aus ihrer Heimat, jedoch würde sie jedem ein Auslandsjahr empfehlen.

Die Franzosen, Yusuke und Jingyi sind allerdings nur drei Beispiele für die internationalen Kontakte, um die sich unsere Schule bemüht. Jedes Jahr kommen neue Schüler aus anderen Ländern und es liegt an jedem Einzelnen, diese Kontaktmöglichkeiten zu nutzen und auszubauen. Man kann also in der kleinen, idyllischen Welt des Gymnasium Salzhausen in der Lüneburger Heide bleiben oder man wagt einen Schritt hinaus in die Welt und öffnet Türen für diejenigen, die diesen Schritt schon gewagt haben.

Björn - Salzreporter

Viele Austauschorganisationen, wie YFU, suchen jedes Jahr nach freiwilligen Familien, die sich als Gastfamilien melden und Schüler aus dem Ausland an ihrem Alltag teilhaben lassen. Unter http://yfu.de/gastfamilie-werden könnt ihr Erfahrungsberichte lesen und euch weiter informieren.

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