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Samstag, 1. Oktober 2011

Die Prolette mit dem Patchworkgesicht

Langenscheidt sucht das Jugendwort 2011 – und ihr könnt mit abstimmen!

Seid ihr auch umgeben von Wikiwissern, die nicht naturschlau sind? Meist sind es zugleich auch Scheibenwischer. Oder von Berufsjugendlichen, die euch unbedingt ein Abi andrehen wollen, obwohl es doch reichen würde, Straßenabitur zu haben?

Wer das jetzt nicht verstanden hat, kann im Langenscheidt Jugendsprache-Wörterbuch 2011 nachschlagen oder sich – wie der typische „Wikiwisser“ – im Internet oberflächlich informieren. Jemand, der dazu ein iPhone® oder iPad® benutzt, ist ein „Scheibenwischer“.

„Wikiwisser“, „Scheibenwischer“ und „Berufsjugendlicher“ sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf die kreativ-komische Auswahl, die euch erwartet. Für das Jugendwort 2011 findet jetzt ein Voting statt, bei dem ihr unter 30 Wörtern euren Favoriten wählen könnt: http://www.jugendwort.de/voting.cfm
Aus den besten 15 wird die Jury dann das Jugendwort des Jahres wählen, das zusammen mit den restlichen Vorschlägen im Jugend-Wörterbuch 2011 erscheint.

2008 suchte Langenscheidt erstmals das Jugendwort des Jahres. „Gammelfleischparty“ als Bezeichnung für eine Ü-30-Party gewann. 2009 wurde es „hartzen“ (arbeitslos sein), 2010 „Niveaulimbo“ (ein stetiges Absinken des Niveaus).

Die Vorschläge stammen nicht von der Jury, sondern können ebenfalls im Internet eingereicht werden. Möglichst von Jugendlichen, versteht sich, um authentisch zu sein. Aber sind sie das?
Einige (wenige) der Wörter auf der Liste kennt man vielleicht: „googeln“ zum Beispiel, oder „Gesichtsbuch“. Ein paar kann man sich erschließen, wie „guttenbergen“ für abschreiben.
Nur was soll denn ein „Zwergenadapter“, „Hausfrauenpanzer“ oder „Katheterpeter“ sein?

Die wenigsten dieser Wortneuschöpfungen sind unter Jugendlichen wirklich im allgemeinen Sprachgebrauch. Dafür sind die meisten einfallsreich und lustig – abstimmen lohnt sich also auf jeden Fall!

Tatsächlich offenbart sich über Wörter wie „googeln“, „Wikiwisser“ und „Scheibenwischer“ auch ein gewisser Zeitgeist. Schließlich sind unsere Generationen geprägt von den neuen Kommunikationsmöglichkeiten, mit denen wir heute aufwachsen. Und wer könnte uns bei „guttenbergen“ noch unterstellen, kein Interesse an Politik zu haben?

Luisa P. - Salzreporter

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