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Donnerstag, 1. Dezember 2011

„Ihr mögt denken das ist Kindergarten – ist es auch“ – Lehrer

Jeder kennt es und doch kann niemand etwas dagegen tun: die Gruppenbildung in den einzelnen Klassen. Zum einen wären da die Außenseiter, die weder beliebt noch gutaussehend sind. Dann wären da die sogenannten Quasselstrippen, deren Lebensinhaltb daraus zu bestehen scheint, andere Leute, die es nicht interessiert, über unnötige Dinge zu informieren.
Ein weiterer fester Teil der Klassengemeinschaft sind die Möchtegern-coolen, die so tun als wären sie „Superman“, aber doch nicht fliegen können. Typisch für eine Klasse sind auch die Zocker, die ihr ganzen Leben immer nur vorm PC verbringen und dauerübermüdet in der Schule rumhängen. Zum anderen gibt es in jeder Klasse die Intelligenten, die immer im Unterricht aufpassen und deswegen 1a Noten haben. Als letztes kommen wir zu den Bitches, die meistens nur wegen ihres Aussehen gemocht werden. Solche Leute gibt es in jeder Klasse, auch in unserer. Ja unsere Klasse ist wahrhaftig ein Lehrerschreck, deshalb auch das Zitat im Titel: „Ihr mögt denken das ist ein Kindergarten – ist es auch.“

Das Abenteuer beginnt schon morgens, wenn man in die Klasse kommt, wo es so laut ist, dass die meistvorher verspürte Müdigkeit wie weg gepustet ist. Ein paar Leute hören Musik, während andere noch schnell ein paar Hausaufgaben abschreiben. Auch vom Stundenklingeln lassen sich manche nicht stören und gehen erst dann zu ihren Plätzen, wenn der Lehrer hereinkommt und energisch auf den Tisch haut. Dieser Lehrer hat jedoch noch Glück im Vergleich zu den Lehrern, die uns in der 5./6. beziehungsweise 7./8. unterrichten müssen, da einige von denen angeblich ziemlich nahe an einem Nervenzusammenbruch gewesen sein sollen. Aber zurück zum Anfang des Tages: Die Stunde beginnt wie immer mit einer gemurmelten Begrüßung gefolgt von der Ankündigung des Plans der Stunde. Zu diesem Zeitpunkt hört aber nur noch die Hälfte der Klasse zu, da der Rest schon wieder mit dem allseits beliebten „Zettelchen schreiben“ beschäftigt ist, was so manchen natürlich viel mehr reizt als eine langweilige Schulstunde. Währenddessen fährt der Lehrer mit dem Versuch fort, uns das Unterrichtsthema näherzubringen. Doch während er vollkommen bei der Sache ist, bahnt sich schon das Nächste „Drama“ an. Einer der Jungen hat einem Mädchen aus der Reihe vor ihm ein Papierkügelchen mit Spucke in die Haare geschossen und das Mädchen hat sich den Tränen nahe beim Lehrerbeschwert. Es ist dieses typische Mädchengeheul und fast allen anderen aus der Klasse geht es auf die Nerven. Und von den doch zu braven Mädchen kommt dann mal wieder der Spruch „Muss das unbedingt sein?“ Dazu interessiert es eh keinen. Der Schüler wird ermahnt und der Lehrer versucht zum dritten Mal uns den Unterrichtstoff beizubringen. Nachdem er es dann doch endlich mal geschafft hat, so halb effektivmit dem Unterricht anzufangen, kommt dann doch die Klasse mal zur Ruhe. Ja, es kann auch Stundengeben, wo selbst wir mal aufpassen. Dann endlich das erlösende Klingeln. Alle springen sofort auf und verlassen fluchtartig den Klassenraum.

Nach fünf kostbaren Minuten klingelt es erneut und sofort sinkt die Stimmung wieder.
Widerwillig kehrt der durchschnittliche Schüler nun normalerweise wieder in den Raum zurück. Doch nicht so die aus unserer Klasse. Während einige wenige zu ihren Plätzen zurückkehren, rennen die meisten noch querdurch die Schule oder gehen über Tische und Bänke ohne sich am Lehrer zu stören. Doch nach einigen Minuten geht der Schultag in die 2. Runde. Mittlerweile hört nur noch der Lehrer sich selber zu, der Rest plant die nächste Party oder sitzt in der Ecke rum und starrt alle zwei Minuten auf die Uhr. Nach weiteren 45 Minutenatmen alle auf: Große Pause! Man kritzelt kurz noch die Hausaufgaben auf ein Blatt, die die meisten sowieso nicht machen werden und stürmt dann nach draußen. Einige belagern sofort den Tischkicker, andere rennen einfach sinnlos labernd durch die Schule. Nach dem gleichen Schema läuft dann auch der restliche Tag ab, wobei die Laune jedes Einzelnen sowohl ihre Tiefpunkte, die meistens den Stunden liegen, als auch ihre guten Punkte, die beginnen, wenn man das Klingeln zur großen Pause hört. Der absolute Höhepunkt auf der Skala ist jedoch eindeutig die Mensapause. Man kann 35 Minuten fast alles tun was man will. Wieder einmal kickern, in der Mensa essen oder, wenn man mal Ruhe vom stressigen Schulalltag und der eigenen Klasse braucht, in der Bücherei chillen.

Doch irgendwann ist auch die schönste Pause mal vorbei und die letzten 90 Minuten des Schultages brechen an. Man schlendert zum Raum, unterhält sich noch mit den anderen und jeder grummelt schlecht gelaunt, dass er keine Lust mehr auf Schule habe, müde sei und unbedingt nach Hause wolle. Alles schlurft zu seinem Platz und hängt nur noch gelangweilt und schon im Halbschlaf in der Klasse, während ein Lehrer versucht, einem den Stoff nahezubringen, weil man ja doch bald eine Arbeit schreibe. Aber wie sollte es anders sein: Fast niemanden interessiert es und man guckt sehnsüchtig aus dem Fenster und denkt daran, wie gerne man doch jetzt draußen oder zuhause wäre. Natürlich wird auch in dieser Stunde etwa eine Million mal gefragt, wie spät es denn sei und auf jede Antwort folgt ein gequältes Seufzen. Doch auch diese Stunde geht irgendwann zu Ende und bis auf die, die noch fegen müssen, sind so gut wie alle schon auf dem Weg nachhause.

Jetzt haben wir schon so viel eher negatives über unsere Klasse erzählt, da muss auch mal was positives gesagt werden. Man kann mit unserer Klasse echt viel Spaß haben und wir haben echt eine Klassengemeinschaft, die längst nicht überall zu finden ist, obwohl es manchmal nicht so scheint. Wenn nochmal schnell eine Hausaufgabe gemacht werden muss, ist das natürlich kein Problem. Wir nennen so was Teamwork. Die Jungs kämpfen zwar mehr oder weniger oft miteinander, aber man weiß, dass sie das sowieso nicht ernst meinen. Sogar auf der Klassenfahrt, wo fast immer guter Teamgeist gefragt war, hat unsere Klassegeglänzt, ob es nun ums Sichern beim Klettern oder ums gemeinsame Lösen eines technischen Problems ging. Alles in allem lässt sich zusammenfassend sagen, dass wir die beste Klasse überhaupt sind.

Das war also ein "normaler" Tag in unserer zugegeben chaotischen aber doch coolen Klasse.

Alicia & Julia

8 Kommentare:

  1. Genau, präzise und absolut richtig erfasst ihr zwei!

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  2. Es hört sich so an, als würdet ihr auch noch Spaß und Gefallen daran finden, dass ihr euch so respektlos und ungehalten euren Lehrern gegenüber benehmt. Ihr seid regelrecht stolz darauf, oder?
    Wie wäre es, wenn ihr euren Mitschülern die Chance gebt, im Unterricht aufpassen zu können, ohne von privaten Unterhaltungen gestört zu werden?! Und die Tatsache, dass ihr so einen guten Klassenverbannt habe, kann ich mir wahrlich schlecht vorstellen!
    Was ist mit denen, die ihr hier als schlecht-aussehend und unbeliebt bezeichnet? Die werden sich sicherlich freuen, in diesem Artikel erwähnt worden zu sein! Diese Art, seine Mitmenschen öffentlich abzuwerten, spricht nicht gerade für ein kompetentes Sozialverhalten und ich kann mir unter diesen Umständen einen guten Klassenverband, in dem sich jeder wohl fühlt und integriert ist, nicht vorstellen.

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  3. Hallo, ich finde es im Gegenteil. Nur, weil sie nicht beim klingeln sofort auf ihren PLatz sitzen und leise sind sollen sie respektlos sein ? :D Bei meiner Klasse ist es genauso und ich finde, sie haben es extrem gute getroffen. Außerdem hört es sich nach einer Guten Klassengemeindschaft an, außerdem wissen die sogenannten Bitches und Streber ja wohl selbst, dass sie es sind. Ich finde, dass der Artikel mehr auf Spaß beruht und absoulut der Wahrheit entspricht.

    Extrem GUT !!!

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  4. Einen Tipp an Leute, die die ganze Zeit nur miesmachende Kommentare schreiben:

    Ich denken, die beiden haben sich große Mühe gegeben und werden wohl gewusst haben, über was sie schreiben.
    Wenn einem ein Artikel nicht gefällt, muss man ihn ja nicht gleich dermaßen schlecht machen. Schön und gut von wegen Meinungsfreiheit, aber wenn man nicht in dieser Klasse ist wie wir, werden wir das wohl kaum verstehen.

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  5. Wir sind wie wir sind (und ganz ehrlich wir sind so). Außerdem weiß denke ich das jeder weiß was er ist und was die Anderen in ihm oder ihr sehen. Da ist es doch eigentlich egal als was man hier bezeichnet wird. Solange niemand persönlich genannt wird macht das doch nichts. Was das mit Respekt und so weiter angeht: Wir können durchaus still sein! Ein Lehrer hat mal gesagt:"Euer Ruf ist echt schlimm - ich finde euch garnicht so schrecklich" Es liegt also am Lehrer, nicht an uns... und mal ehrlich wer steht schon auf acht Stunden Frontalunterricht?!

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  6. Ich finde ihn ebendfalls extrem gut ! Komm doch, jeder kennt so eine Klasse und die beiden haben es doch aufjedenfall genau getroffen. :)

    Lob an euch beiden. :)

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  7. Ich finde, der Artikel hat was :D

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